Anolis allisoni (Hondurasform)

Verbreitung:
Guanaja, Bay-Islands, Honduras

Biotop:
Tropische Trockenwälder. A.allisoni lebt auf den Stämmen von kräftigen Bäumen oder Kokospalmen an der Küste. Dort bewohnt die Art den oberen Stammbereich bis in die Baumkronen. Man sieht die Tiere so gut wie nie auf dem Boden. Die Temperatur im Herkunftsgebiet ist das ganze Jahr konstant: Tagsüber 30°C, nachts 20°C. An sonnigen Standorten steigt die Temperatur zeitweise bis auf 40°C. Die Regenzeit von September bis Februar ist gekennzeichnet durch heftige Hurrikans.

Aussehen und Verhalten:
Mittelgroße Anolisart, KRL 9 cm, GL 25 cm. Die Männchen zeigen sich beim Balzen, Imponieren und im Erregungszustand in

einem herrlichen leuchtendgrün mit einem fast schon irrisierenden blauen Kopf. Die Weibchen sind hauptsächlich grün gefärbt. Zwischen den beiden Grundfärbungen grün und braun gibt es verschiedene Übergangsphasen, von denen die meisten hier dokumentiert sind. Alle Bilder zeigen das gleiche Paar. Nachts sind A. allisoni immer grün. Eine scheue, hauptsächlich insektenfressende Echse. Sehr territorial, am besten paarweise zu halten, gegebenenfalls mit 2 Weibchen. Trinkt Wassertropfen von Blättern. Die Weibchen vergraben die Eier nicht sehr tief im Boden, zwischen den Wurzeln von Epiphyten oder in die Blattachseln (?) von Bromelien.

Terrarium und Einrichtung:
Das Terrarium sollte so groß wie möglich sein, minimal 50x50x70 (LBH) und wenn möglich an einem erhöhten Platz stehen. Sehr viel Licht im Becken scheint ein Muss zu sein, um die Tiere in ihrer Prachtfärbung zu sehen. Das abgebildete Paar lebt für sich alleine in einem üppig bepflanzten, 100x50x100 cm

großen, mit 1x 70 Watt HQI (LICHT), einer 50 Watt HQL (UVA/UVB) und einem 40 Watt Spot (WÄRME) beleuchteten Terrarium. Versteckplätze sind für diese scheue Echse sehr wichtig. Ideal ist eine auf einer Korkrückwand befestigte Kokosfasermatte. Die Tiere sollen sich bei vermeintlicher Gefahr darin zurückziehen können. Weiterhin kann die Terrarieneinrichtung mit dicken Ästen (hohle Korkröhren haben sich bewährt) gestaltet werden.
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Männchen beim Drohen